Bei dem Wetter geht kein Hund vor die Tür? – Doch, wir schon!

Lesen Sie hier, wie die Schüler der IGs für neue Pausenmöbel Wind und Wetter trotzen

Freitag, 10 Uhr am Vormittag in der Integrierten Gesamtschule Ein-beck: Man hört Haartrockner aus den Klassenzimmern und vergnügtes Gelächter. Nein, die Schüler haben keinen Kurs in Fönfrisuren, sie sind vor einigen Minuten vom großen Spendenlauf aus dem Stadion Ein-beck  zurückgekehrt.  Trotz Dauerregen im Stadion drehten die Schü-lerInnen Runde um Runde und das mit einer besonderen Motivation: Pro Runde, so hatte es jeder einzelne mit seinem persönlichen Sponsor ausgemacht, wird ein Geldbetrag an die Schule gespendet.  Als Sponsoren fungierten oft die Eltern, manchmal aber auch Freunde der Familie oder auch schon einmal der Friseur.

Eine Stunde lang hatten die SchülerInnen Zeit, so viele Runden wie möglich im Stadion zu laufen. Die Spitzenreiter liefen über dreißig Runden. Pro Runde klingelten ein paar Cent oder sogar ein paar Euro in der Spendenkasse, welche die IGS den Schülern durch bequeme Pausenmöbel zugute kommen lassen möchte. 

Bei solchen Leistungen muss sich zwischendurch gestärkt werden. Hierbei hatte die IGS starke Partner zu Seite: der REWE am Hubeweg spendete Obst, die Firma Creydt in Dassel beteiligten sich mit Geträn-ken, zahlreiche Eltern steuerten Verpflegung und Getränke bei und durch Unterstützung des Schulelternrates funktionierten die Verpfle-gungsstationen reibungslos. 

Doch wer meint, dass der Regen die Stimmung bei dem Sportereignis drückte, liegt falsch. „Als Lehrerin  hat man bei solchem Wetter schon die Sorge, ob die Kinder die Motivation hoch halten können.“, bemerkt Susann Hermsdorf, kommissarische Leiterin der Sportfachschaft der IGS. „Ich hatte aber den Eindruck, dass gerade wegen des Regens die Kinder sich dachten: ‚Jetzt erst recht!.‘“ 

Die ganze Schülerschaft, von Klasse 5 bis Klasse 8 lief das Geld für neue Möbel zusammen. Der Gesamtbetrag muss noch errechnet wer-den. „Wir haben Klassen dabei, die alleine an die 1000 Euro erlaufen haben.“, so Hermsdorf. 

Und so kehrten die Schüler zwar nass, aber stolz in die Räume der IGS zurück. Frisch gefönt, umgezogen und aufgewärmt wurden sich in großer Zufriedenheit für zwei Stunden nochmal die Aufgaben des Lernbüros vorgenommen – und somit auch das Wochenpensum in Deutsch und Mathe geschafft.