IGS Einbeck gegen Kindersoldaten

Traurig aber wahr: Mehr als 300 000 Kinder und Jugendliche werden auch in der heutigen Zeit in etwa 85 Ländern und damit weltweit als Soldaten eingesetzt. Bewaffnet müssen sie im Alter zwischen 8 und 18 Jahren in den Krieg ziehen und andere Menschen töten. Meist haben sie gar keine andere Wahl, da sie zuvor entführt oder dazu gezwungen werden. Eine Fluchtmöglichkeit aus den Händen der Entführer besteht für die meisten dieser Kinder nicht. Viele Kindersoldaten sterben in den bewaffneten Einsätzen. Für viele Kinder in unserer Gesellschaft ist es kaum vorstellbar, dass Gleichaltrige andere Menschen töten müssen und sie sind zutiefst geschockt, wenn sie erfahren, dass diese Kindersoldaten auch als Schutzschilde missbraucht und an die Front geschickt werden. „Das ist ja total schrecklich!“, sagt ein Mädchen aus der Klasse 6d. „Die können ja gar nicht zur Schule gehen wie wir und sterben sehr jung! Können wir den Kindern irgendwie helfen?“, fragt ein Junge aus der Parallelklasse. Schnell sind sich alle einig: Wir können und dürfen nicht nur zusehen, wir müssen helfen!

Engagiert informierten sich die Schülerinnen und Schüler des gesamten 6. Jahrgangs im Internet und stießen auf die „Aktion Rote Hand“, eine weltweite Protestaktion, die jährlich am 12. Februar stattfindet und an die vielen Kindersoldaten auf der Welt erinnern will. Am 21. Februar war es dann in der IGS Einbeck endlich soweit: Die Kinder konnten die selbst gebastelten roten Hände an CDU-Politiker Joachim Stünkel übergeben. Dieser war extra für die feierliche Übergabe an die IGS Einbeck gekommen und versprach, die roten Hände sowie die Forderung der Kinder („Schluss mit Kindersoldaten!“) weiterzugeben, um ein Zeichen gegen die Ausbeutung von Kindern zu setzen. Gleichzeitig nach er sich Zeit, um die vielen Fragen der Kinder zum Thema Kindersoldaten zu beantworten