Chill mal! - Beziehung trotz(t) Pubertät

Elternakademie der IGS Einbeck startet – nächste Veranstaltung am 22.1.2020 zum Thema „Whats-App und Co“ – Medienbildung im Wilhelm-Bendow-Theater

„Kann die Situation so bleiben? Müsste sie später geändert werden? Ist hier meine Grenze absolut überschritten und ich brauche jetzt sofort eine Veränderung?“. Dieses zentrale Denkmodell gaben am 3. Dezember die Expertinnen der Familienberatungsstelle Northeim den IGS-Eltern mit auf den Weg. In stressigen Situationen sei das ein gutes Instrument, den Überblick über die Situation und seine eigenen Gefühle zu behalten – nämlich dann, wenn ein „Pubertier“ plötzlich die Fassung verliert, ‚komische‘ Freunde nach Hause bringt, oder man unerwartet eine Party im eigenen Haus vorfindet.
Im Rahmen der ersten Veranstaltung der neuen „IGS – Elternakademie“ trafen sich etwa 60 Eltern in der Mensa der IGS, um gemeinsam mit den Expertinnen Ellen Hunsche und Andrea Rasch über das Thema „Pubertät“ nachzudenken. Grenzerfahrungen machen in diesem Alter nicht nur die Jugendlichen, so Rasch, sondern auch diejenigen, die mit den Jugendlichen in Beziehung stehen. Eltern stehen manchmal fassungslos vor ihren jugendlichen Kindern und erkennen diese nicht mehr wieder. „Oft erleben es die Lehrkräfte, dass Eltern unsere Lehrer um Rat fragen.“, bemerkt Schulleiterin Sandra Friedrich. „Wir wollten diesem Suchen nach Rat und nach Austausch mit einem eigenen Raum begegnen und haben die Elternakademie als besonderes Angebot für Fragen und Sorgen von Eltern auf den Weg gebracht.“ fügt Schulsozialarbeiterin Simone Bertram hinzu. „Die Zusammenarbeit mit der Familienberatungsstelle in Northeim lag nahe, weil wir so die Experten in unser Haus holen können.“
Ellen Hunsche gab einen Überblick über Entwicklungen, die in einem jugendlichen Gehirn von statten gingen und erklärte, warum Jugendliche eben nicht in der Lage seien, die Folgen ihres Handelns abzuschätzen, Gefahren richtig einzuschätzen oder ihr Verhalten und ihren Ton zu kontrollieren. Sie setzten dies alles nicht bewusst ein und das sollte einem Erwachsenen klar sein, wenn er auf einen pubertierenden Menschen reagiert. Gleichzeitig also verständnisvoll zu werden und Grenzen setzend zu bleiben, sei die Kunst der Begleitung eines Heranwachsenden.
Nach einem eher theoretisch gehaltenen Abend, wird der nächste Termin kabarettistisch im Wilhelm-Bendow-Theater von dem Smiley- Verein zur Förderung der Medienkompetenz Hannover gestaltet. „Moritz Becker ist ein Referent der kurzweilig und mit Humor die Zeit verfliegen lässt.“ kündigt Frau Bertram verschmitzt an.  Gern vormerken: Mittwoch, 22.1.2020, 19.30 Uhr.