Der Wahlpflichtkurs Gesellschaftslehre des achten Jahrgangs der Integrierten Gesamtschule Einbeck hat beim Jugendpreis den dritten Platz gemacht

Der Wahlpflichtkurs Gesellschaftslehre des achten Jahrgangs hat sich während des Unterrichts mit dem Kinderrecht auf Partizipation beschäftigt. Sie haben herausgefunden, dass ihnen durch die UN-Kinderrechtskonvention Art. 12, die EU-Grundrechte-Charta, das Bürgerliche Gesetzbuch §1626 dieses Recht garantiert sowie durch die Niedersächsische Gemeindeordnung Art. 22e ihnen folgendes zugesichert wird: „Die Gemeinde soll Kinder und Jugendliche bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise beteiligen. Hierzu soll die Gemeinde […] geeignete Verfahren entwickeln und durchführen.“

Die Schülerinnen und Schüler haben sich in diesem Zusammenhang sehr für ein Jugendparlament interessiert und festgestellt, dass im gesamten Landkreis Northeim noch kein einziges existiert. Da ihrer Meinung nach das oben genannte Kinderrecht daher nur auf dem Papier existierte, beschlossen sie kurzerhand selbst ein Jugendparlament in Einbeck zu gründen. Hierfür haben sie dann auch Kontakt aufgenommen mit dem Jugendausschussvorsitzenden Rene Kopka, der anschließend sogar tatsächlich die Schule besucht hat, um darüber mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Die Schülerinnen und Schüler wollten mit diesem Vorhaben Mitspracherecht bekommen und haben sich daraufhin beim Jugendpreis des Landkreises Northeim mit dieser Idee beworben.

Da diese Idee ja noch nicht verwirklicht war, hatten die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses zunächst gar nicht damit gerechnet, dass sie gewinnen würden, aber auch Landrätin Astrid Klinkert-Kittel betonte bei der Preisverleihung nochmal, dass der Landkreis hier tatsächlich Nachholbedarf habe und solche Vorhaben unbedingt Unterstützung finden sollten. Das sahen offenbar die Jury und alle, die beim Online-Voting für dieses Projekt gestimmt haben, ebenso und erteilten mit dem Platz auf dem Siegertreppchen dem Kurs den klaren Auftrag, dieses Jugendparlament nun auch zu verwirklichen. Nicht nur über das Preisgeld haben sich die Schülerinnen und Schüler gefreut, sondern besonders darüber, dass sie mit diesem Projekt ihrem Recht auf Mitbestimmung Geltung verschaffen oder wie Frau Klinkert-Kittel die Bewerbung der Schülerinnen und Schüler bei der Preisverleihung zitierte: „Wie kann man sich mehr für Kinder und Jugendliche engagieren als ihnen eine Stimme zu geben, die auch gehört wird?“