IGS – Meine Klasse - mein Unterricht - meine Schule

1. Meine Klasse

  • In meiner Klasse kann ich mich wohlfühlen und in einem angstfreien Arbeitsklima lernen.
  • Mein Jahrgang ist eine Gemeinschaft.
  • Wir bleiben in der Regel von der 5. bis zur 10. Klasse zusammen.
  • Zu Beginn der 5. Klasse machen wir eine Klassenfahrt, damit wir uns alle besser kennen lernen können.
  • Da wir in unserer Klassengemeinschaft von der 5. bis zur 10. Klasse zusammenbleiben, lernen wir feste Regeln und gemeinsame Rituale, die von allen zu respektieren sind. So können wir rücksichtsvoll und tolerant miteinander umgehen und lernen Konflikte angemessen zu lösen. Wir wachsen als Gemeinschaft zusammen und schaffen uns eine angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre.
  • In dem vertrauten Umfeld von Klassengemeinschaft und Umgebung kann ich entspannt lernen. Ich werde dabei von meinen Lehrern/-innen und Mitschüler/-innen unterstützt und entsprechend meiner Möglichkeiten gefördert.
  • Anders als an anderen Schulen habe ich zwei gleichberechtigte Klassenlehrer (möglichst männlich / weiblich), die mich auch von der 5. Bis zur 10. Klasse begleiten. Sie unterrichten mich möglichst viele Stunden in der Woche und unterstützen mich, wenn ich Probleme oder Fragen habe.
  • Mit meinen Mitschülern arbeite ich in Lernteams zusammen und lerne so gemeinsam Aufgaben zu erledigen und Verantwortung für mich und meine Mitschüler zu übernehmen.
  • Durch selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen kann ich nicht nur mein eigenes Lern- und Arbeitstempo bestimmen, sondern auch die Ziele erreichen, die meinem Leistungsstand entsprechen.

2. Mein Klassenraum

  • Wir haben an unserer Schule einen eigenen Klassenraum. Wir gestalten ihn gemeinsam, schaffen eine „Wohlfühlatmosphäre“ und richten verschiedene (Lern)bereiche ein. Z.B. eine Computerecke, eine Leseecke, einen Bereich mit Lernspielen und Freiarbeitsmaterialien…
  • Mein Klassenraum befindet sich auf einem Flur mit meinen Parallelklassen, wir teilen uns einen gemeinsamen Gruppenarbeitsraum und auch meine Lehrer haben hier ein gemeinsames Lehrerzimmer.
  • Wir lernen an Gruppentischen.
  • Die Tischgruppen begünstigen das Arbeiten für uns Schülerinnen und Schüler in Teams. Für die freien Arbeitsformen werden Freiarbeitsmaterialien, Fächer und Ablagemöglichkeiten für Arbeitsmaterial benötigt.
  • Jeder Schüler hat in unserem Klassenraum eine Box und eine Ablage, damit wir, wie schon in der Grundschule, unsere Bücher und Mappen, die wir Zuhause zum Lernen nicht benötigen, in der Schule lassen können. Wochenplanbretter dienen zur Veranschaulichung der wöchentlichen Aufgaben, welche neben den bekannten Vertiefungsaufgaben auch aus kleinen Projekten oder Referaten bestehen können. Diese ersetzen die herkömmlichen Hausaufgaben.

3. Mein Unterricht

  • Ich lerne im Wechsel zwischen individualisiertem und kooperativem Lernen

3.1. Individualisiertes Lernen

  • Meine Lehrer holen mich da ab, wo ich mit meinem Leistungsstand bin. Sie testen meine Lernstände in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik und Englisch. Dadurch können sie mich besser fördern und fordern. Anhand dieser Lernstandserhebungen wird ein differenziertes Lernangebot für mich und alle anderen Schüler zusammengestellt.

3.2. Kooperatives Lernen

  • Grundlage des kooperativen Lernens ist ein bereits in der Einführungswoche stattfindendes Methodentraining, in dem der Teamgedanke und soziale Kompetenzen im Vordergrund stehen. Dies soll uns Kinder schulen, gemeinschaftlich und demokratisch zu handeln. Im ersten Halbjahr der Klasse 5 werden die Methoden und Sozialziele kontinuierlich gefestigt und ausgebaut. Hierfür ist neben der Umsetzung im Fachunterricht eine Klassenlehrerstunde pro Woche vorgesehen. Das Methodentraining begleitet uns Schülerinnen und Schüler durch die gesamte Schulzeit an unserer Schule. Je nach Jahrgangsstufe werden dabei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.
  • Wir sitzen im Klassenraum in heterogenen Tischgruppen mit jeweils vier- bzw. sechs Personen zusammen. Diese werden bereits in der ersten Schulwoche gebildet und bleiben möglichst langfristig bestehen. Wir Schüler sollen, unabhängig von Sympathien, darin befähigt werden mit verschiedenen Persönlichkeiten zusammenzuarbeiten und uns gegenseitig zu unterstützen. Nach einem halben Jahr kann es aufgrund des gewonnenen Leistungsbildes der Klasse zu einer Neuzusammensetzung der Teams kommen, um dauerhaft eine Mischung der Leistungsniveaus zu gewähren.
  • Die Prinzipien des kooperativen Lernens unterstützend, findet zudem eine enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrerinnen und Lehrern der Jahrgangsteams statt. Dadurch ist eine bestmögliche Begleitung, Förderung und Forderung der Schülerinnen und Schüler möglich.

3.3. Wir lernen in offenen Unterrichtsformen

  • Offene Unterrichtsformen prägen den Unterricht an unserer IGS. Sie dienen dazu die Schülerinnen und Schüler zu Selbstständigkeit und Selbstverantwortung für den eigenen Lernprozess zu erziehen und den unterschiedlichen Lernstilen, -geschwindigkeiten und -ständen gerecht zu werden.
  • Mögliche offene Arbeitsformen sind Portfolioarbeit, Projektarbeit, Stationenlernen, Lernbuffet, Lernkarteien, diese kennen wir Kinder größtenteils auch schon aus der Grundschule.
  • Unabhängig von der gewählten Unterrichtsform werden wir Schülerinnen und Schüler im Unterricht daran gewöhnt, unsere Ergebnisse selbst zu kontrollieren (natürlich kontrolliert uns dabei auch unser Lehrer) und/oder zu präsentieren.
  • Es gibt an unsere Schule keine Hausaufgaben. Wir bekommen von unseren Lehrern in den Hauptfächern Aufgaben, die wir in den Arbeits- und Übungsstunden erledigen müssen. Zu Hause müssen wir allerdings trotzdem noch Vokabeln oder für Arbeiten lernen.
  • Ich werde ein Logbuch führen. Darin notiere ich, was ich alles im Unterricht gelernt habe und plane meine individuellen Lernvorhaben. Meine Eltern können mit Hilfe des Logbuchs den Überblick über meinen Lernstand behalten und Kontakt zu meinen Tutoren aufnehmen.

4. Meine Schule

  • Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen können in verschiedenen Lerngruppen integriert werden und profitieren voneinander. Schüler die sonst schulisch getrennte Wege gehen (Gymnasium, Realschule, Hauptschule), können nun miteinander und voneinander lernen.
  • An unserer Schule gibt es bis zur 9. Klasse keine Notenzeugnisse. Durch die individuellen Lernstandsberichte und die LEB bekommen und meine Eltern und ich genaue Informationen darüber, was ich schon kann und was ich noch üben muss. Zum Beispiel kann ich in Mathematik im schriftlichen Addieren und Subtrahieren ein „erreicht“ bekommen und beim schriftlichen Multiplizieren und Dividieren ein „nicht erreicht“. Dann wissen meine Eltern genau, dass sie die Bereiche mit „nicht erreicht“ mit mir noch üben müssen.
  • Durch das Aussetzen der Notengebung bis Klasse 9 und dadurch, dass es an unserer Schule kein Sitzenbleiben gibt, wird uns zudem der Leistungsdruck genommen. Wir Schüler können entspannter zur Schule gehen, bleiben mit unseren Klassenkameraden zusammen und können uns und unsere individuellen Fähigkeiten besser entfalten. Dadurch können wir später, je nach Leistungsstand, alle drei Schulabschlüsse erreichen.
  • Meine Schule, die IGS ist eine Schule des Wohlfühlens, des Entwickelns, wo wir Schüler uns einbringen können und gerne Lernen.