KER zu Besuch an der IGS Einbeck

So eine Schule wollen wir auch im Landkreis Holzminden!

Mitglieder des Kreiselternrats (KER) des Landkreises Holzminden besuchen die Integrierte Gesamtschule (IGS) Einbeck. Sie wurden von Siegfried Pinkepank, dem ehemaligen Schulleiter und Gründer der Schule, empfangen. Er beschrieb die Entwicklung der Einbecker IGS und informierte sich über die Holzmindener Rahmenbedingungen. Für die Besucher ordnete er die Schulform in den bildungsgeschichtlichen Rahmen innerhalb Deutschlands ein. Er erwähnte, dass fast überall auf der Welt Schülerinnen und Schüler für acht bis zehn Jahre gemeinsam lernten und das deutsche System mit der Aufteilung nach der vierten Klasse hier eine der Ausnahmen bildet. Das trifft auch auf die PISA-Vorzeigeländer Schweden, Finnland und Estland zu.
In Deutschland entsteht spätestens in der vierten Klasse Druck auf SchülerInnen und Eltern, eine Schulempfehlung fürs Gymnasium zu erhalten. Dadurch können manche Kinder ihr Potential gar nicht erst entfalten. Die frühe Festlegung auf eine Schulform – und damit bereits einen Schulabschluss –  sorgt dafür, dass SchülerInnen oft in Bildungsgängen feststecken bleiben, aus denen sie nur über Umwege herauskommen. Die über 100 Gesamtschulen in Niedersachsen bieten als „Schule für alle“ allen Kindern ein breites, differenziertes Schulangebot an und halten die Schulabschlüsse so lange wie möglich offen. Hier bekommen die Kinder mehr Zeit, sich zu entwickeln und auch kritische Phasen, z.B. in der Pubertät, können besser abgefangen werden.
Die Elternvertreter aus Holzminden konnten sich bei einem Rundgang ansehen, wie die IGS in Einbeck gelebt wird. Besonders positiv aufgefallen ist, dass die große Schule in kleinere „Schulen“ aufgeteilt ist. Jeder Jahrgang, mit meistens vier Klassen, hat seinen eigenen Bereich. Den Klassenräumen des Jahrgangs zugeordnet sind Differenzierungsräume, ein extra Lehrerzimmer und ein eigener Besprechungsraum. Das Jahrgangslehrerteam ist damit nah bei seinen Schülern und begleitet sie über die gesamte Schulzeit. Auch Sozialpädagogen und pädagogische Mitarbeiter sind in die Teams eingebunden.
Viel Wert wird an der Integrierten Gesamtschule auf die individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers gelegt, damit jeder junge Mensch die Chance erhält, das Beste aus seinen Fähigkeiten zu machen. An der IGS Einbeck erreichen die Schülerinnen und Schüler häufig  bessere Abschlüsse als ihre ursprünglichen Empfehlungen lauteten. Der Übergang zur gymnasialen Oberstufe wird gut vorbereitet, so dass die Schüler an einem Gymnasium dann auch problemlos ihr Abitur machen können.
Der Besuch hat den Holzmindener Elternvertretern bestätigt, dass die IGS eine tolle Schulform ist, die auch Eltern im Landkreis Holzminden zur Auswahl haben sollten.
Um sich weiter zu informieren, empfehlen die ElternvertreterInnen, die Informationsveranstaltungen des Landkreises zur Einrichtung einer IGS zu besuchen, wo auch IGS-„Experten“ Rede und Antwort stehen. Die nächsten Veranstaltungen finden am Dienstag, 05.10. in Eschershausen und am Donnerstag, 07.10. in Holzminden statt.

Integrierte Gesamtschule Einbeck

Hubeweg 39
37574 Einbeck

Kontakt

Tel.: 055 61 – 3 13 93 30
Fax: 055 61 – 9 27 20 5

E-Mail: sekretariat@igs-einbeck.eu
Internet: www.igs-einbeck.de

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