Das Internet des Mittelalters

So könnte man die Bedeutung des Buchdrucks für die Menschen im Mittelalter erklären, findet Herr Caspari. Er und sein Kollege Herr Eckhardt besuchten am Mittwoch den 06. November 2019 die IGS Einbeck, um den Schülerinnen und Schülern des 7. Jahrgangs die Johannes-Gutenberg-Presse vorzuführen. Die beiden Experten aus Nordrhein-Westfalen reisen mit ihrer Druckerpresse durch  Deutschland und ermöglichen es Kindern verschiedenster Altersstufen, Geschichte einmal ganz anders zu erleben.

Aber warum denn jetzt „das Internet des Mittelalters“? Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks um 1440 machte es viel einfacher, Aufgeschriebenes zu vervielfältigen. Ein Mönch im Kloster benötigte für eine Abschrift der Bibel gut zweieinhalb Jahre. Mit Gutenbergs Druckerpresse konnten in der gleichen Zeit etwa 180 Bibeln hergestellt werden!
Auch Martin Luthers Kritik an der Kirche im 16. Jahrhundert konnte auf diese Weise schnell im ganzen Land verbreitet werden. Der Buchdruck ermöglichte es, Ideen und Gedanken so geschwind wie nie zuvor in die Welt hinaus zu schicken und sie damit zu verändern – so ähnlich wie es das Internet uns heute gestattet, blitzschnell Informationen auszutauschen.

Dies und vieles mehr konnten die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs über den Buchdruck und seine Zeit erfahren. Es gab außerdem eine Menge Exponate zu begutachten: Lettern aus Blei, Werkzeuge, die man für den Druck benötigt so wie Bibeln in verschiedenster Ausführung. Im Mittelalter hatte nicht jede Stadt eine Bibel. Sie waren deshalb so wertvoll, dass man so manches Exemplar in der Kirche ankettete, um sie vor Diebstahl zu bewahren!

Am Ende der Veranstaltung durften alle Teilnehmenden einmal selbst tätig werden und sich ein kleines Erinnerungsstück drucken – mit dem Internet des Mittelalters.