Berufs- und Studienorientierung

1. Einleitung

Die Entwicklung der Berufs- und Arbeitswelt unterliegt in den letzten Jahren ständiger Veränderung und weist eine große Dynamik aus. Sie stellt Schülerinnen und Schüler vor große Herausforderungen. Berufs- und Studienorientierung ist eng verbunden mit Lebensorientierung, die die Aneignung wichtiger Kompetenzen zur Entwicklung der Vorstellung und Anbahnung eines eigenen zukünftigen Lebens voraussetzt.

Die Integrierte Gesamtschule Einbeck hat sich zum Ziel gesetzt, den Schülerinnen und Schülern zu helfen, diese Aufgabe erfolgreich zu bewältigen. Um Schülerinnen und Schülern eine bestmögliche Hilfestellung auf dem Weg in einen Beruf zu bieten, werden an der IGS Einbeck folgende Elemente einer schulischen Berufsorientierung als zentral herausgestellt:

1. Frühzeitiger Beginn berufsorientierender Maßnahmen

2. Berufs- und Studienorientierung ist schulische Gesamtaufgabe, d. h. Umsetzung einer fächerübergreifenden Auseinandersetzung mit den Grundlagen einer Berufswahlentscheidung

3. Nutzung moderner Medien zur Unterstützung der Berufs- und Studienorientierung

4. Sorgfältige Dokumentation der Aktivitäten der Schülerinnen und Schüler im Berufswahlprozess der schulischen Berufsorientierung

5. Erweiterte Beratungs- und Förderangebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf durch die Schule

Heutige Unternehmen legen bei ihren Mitarbeitern neben einem Verständnis für betriebliche Abläufe zunehmend Wert auf Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Kooperations– und Kommunikationsfähigkeit. Unter Berücksichtigung der oben genannten Elemente schulischer Berufsorientierung ist das selbstorganisierte und eigenverantwortliche Lernen ein entscheidender Leitfaden, auf dem die Konzeption verschiedenster Berufsorientierungsmaßnahmen unserer Schule fußt.

Die IGS Einbeck legt großen Wert auf die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen auf sozialer, personaler und methodisch-fachlicher Ebene. Alle Kompetenzbereiche sind im Schulkonzept verankert und werden von Klasse 5 an trainiert. Dadurch wird den Schülerinnen und Schülern

Orientierung in allen Bereichen des Lebens ermöglicht. Neben den verbindlichen fachlichen Inhalten werden in den Jahrgängen immer wieder Methoden des eigenverantwortlichen Arbeitens trainiert, z. B. Methoden der Informationsbeschaffung und Präsentationstechniken.

Im Abgleich mit dem Konzept zur Berufs- und Studienorientierung des Niedersächsischen Kultusministeriums (vgl. ebenda) sind didaktisch begründete Maßnahmen zur schuleigenen Berufs- und Studienorientierung im schulischen Konzept verankert, der Kompetenzerwerb in allen Handlungsfelder angelegt. Das Konzept wird regelmäßig evaluiert.

2. Elemente der Berufs- und Studienorientierung an der Integrierten Gesamt­schule Einbeck

2.1 Positionierung

Da die Berufs- und Studienorientierung Aufgabe der ganzen Schule ist, muss die gesamte Schulgemeinschaft in die Erstellung und Anpassung des schuleigenen Konzeptes eingebunden werden. Dabei muss größtmögliche Transparenz für alle Beteiligten hergestellt werden, um die Installation des schuleigenen Konzepts abzusichern. Schul- und regionalspezifische Besonderheiten fließen in das Konzept mit ein.

Das Berufs- und Studienorientierungskonzept wird in allen relevanten schulischen Gremien vorgestellt und danach beschlossen, wodurch eine optimale Unterstützung und Verbindlichkeit bei Lehrkräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch in der Schüler- und Elternschaft gegeben ist. Größtmögliche Transparenz ist durch die Bereitstellung des Konzeptes in derSchulöffentlich­keit (Homepage, IServ) und bei den Kooperationspartnern gewährleistet.

Dadurch werden Kommunikationsplattformen hergestellt, die in regelmäßig stattfindende Evaluationen einfließen können.

Um ein adäquates Konzept zur Berufs- und Studienordnung auf den Weg zu bringen, müssen folgende Kriterien schrittweise realisiert werden (vgl. S. 18: www.ausbildungspakt-berufsorientierung.de)

  • Verankerung der Berufsorientierung in das klar definierte Leitbild der Schule

  • Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts für alle Jahrgangsstufen und fächerübergreifend

  • Qualitätsentwicklung durch Zusammenarbeit mit Betrieben und Unternehmen, Eltern- und Schülerschaft und regionalem Umfeld

  • Zielformulierungen für die Überprüfung des Erreichten und die systematische Evaluation

  • Aufbau und Ausbau außerschulischer Kommunikationsbeziehungen (Kooperationspartner, aktive Zusammenarbeit zwischen Schule und Betriebsleitungen, Sicherung der Akzeptanz im Kollegium, Qualifizierung des Kollegiums)

  • Schulorganisatorische Anpassung an die gewünschten Ziele und betrieblichen Abläufe (Strukturierung der Unterrichtszeit)

  • Aufbau von Teamstrukturen

  • fächerübergreifende Unterrichtsentwicklung mit der Maßgabe, das Umfeld und das Alltagsleben der Jugendlichen in den Unterricht einzubeziehen sowie die Selbstständigkeit der Jugendlichen zu stärken

  • Regelmäßiger Reflexionsaustausch in den Entscheidungsgremien zur Weiterentwicklung, aber auch zur Kontrolle des Handelns

  • Öffentlichkeitsarbeit (Kommunikation der Ergebnisse)

2.2 Schulspezifische Umsetzungen

Eine gute Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung von Schülerinnen und Schülern ist nur im Zusammenspiel von schulischen Aktivitäten und Praxiserfahrungen in Unternehmen zu realisieren. Letztere dienen insbesondere auch der kritischen Reflexion des eigenen Berufswunsches und der eigenen Fähigkeiten und Neigungen. Die Schülerinnen und Schüler verbessern somit auch ihre Ausbildungsreife.

Wie bereits erwähnt, beginnt an der IGS Einbeck die Berufs- und Studienorientierung frühestmöglich. Schulisches Ziel ist es, nicht nur einen bestmöglichen Abschluss für alle Schülerinnen und Schüler zu erreichen, sondern eine Anschlussorientierung nach der Schule sukzessive aufzubauen. Somit greifen viele Aktivitäten innerhalb und außerhalb der Schule dieses Ziel auf.

Innerschulische Aktivitäten:

  • Fächerübergreifende Bearbeitung von Themen rund um die Berufs- und ArbeitsweltNutzung von Instrumenten zur Kompetenzfeststellung

  • Virtuelle Erkundung des Arbeitslebens

  • Bearbeitung realer betrieblicher Aufgaben im Team

  • Einbeziehung von Experten aus Betrieben in den Unterricht

  • Sprechstunde für Schülerinnen und Schüler in der Schule/ Berufsberatung durch Experten der Agentur für Arbeit

  • Erfahrungsaustausch mit Auszubildenden

  • Bewerbungstrainings und Rollenspiele

  • Projektwochen, Projektarbeit

  • Wahlpflichtunterricht mit Praxisschwerpunkten (Technik, Hauswirtschaft etc.), Schülerfirmen

  • Veranstaltungen für Eltern zum Thema Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung

  • Angebote zur Lehreraus- und fortbildung

Außerschulische Aktivitäten:

  • Zukunftstage

  • Schülerbetriebspraktika

  • Sozialpädagogisch betreute Förderpraktika

  • Betriebserkundungen

  • Exkursionen

  • Besuch des Berufsinformationszentrums der Agentur für Arbeit (BIZ)

  • Berufsberatung durch Experten der Agentur für Arbeit

  • Berufsorientierende Veranstaltungen und Messebesuche (z.B. Einbecker Ausbildungsbörse)

  • kontinuierliche Praxistage an den Berufsbildenden Schulen Einbeck

  • Besuch der Betriebe der Kooperationspartner

  • Themenworkshops in Betrieben zu Berufsfeldern und deren Berufsbildern

2.2.1 Unterrichtseinbettung berufsorientierender Inhalte an der IGS Einbeck

Da die Berufsorientierung eine Aufgabe aller Unterrichtsfächer ist, sind die Unterrichtsinhalte aller Fächer von den Fachbereichsleitungen dahingehend überprüft und in einer tabellarischen Auflistung verdeutlicht worden. Der Fächerübergriff ist im Anhang des Konzepts abgebildet. Eine optimale zeitliche Koordination wird, sofern umsetzbar, angestrebt. Da sich curriculare Inhalte in Fachbereichen, derzeit im Fachbereich Gesellschaftslehre und im Fachbereich Naturwissenschaften, in Überarbeitung befinden, wird die Übersicht über den Fächerübergriff nach Fertigstellung der neuen Kerncurricula für beide Fachbereiche ergänzt.

Im schuleigenen Arbeitsplan der IGS Einbeck sind berufsorientierende Inhalte gekennzeichnet.

2.2.2 Praxistage

Durch die Durchführung von Praktika werden die Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung auf die Berufswahl unterstützt. Sie verschaffen den Jugendlichen Einblicke in die betriebliche Wirklichkeit und ermöglichen ihnen, bisherige Erwartungen und Vorstellungen zu überprüfen und Konsequenzen für ihr schulisches Lernen zu ziehen. Betriebe wiederum haben die Möglichkeit, Jugendliche frühzeitig für ihre Branche zu interessieren und perspektivisch Auszubildende für ihren Betrieb zu finden.

Das Betriebspraktikum ist verpflichtender Teil des schulischen Bildungsangebotes der IGS Einbeck. Die gesammelten Erfahrungen und Lernergebnisse werden insbesondere im Unterricht des Fachbereiches Arbeit-Wirtschaft-Technik, aber auch in anderen Unterrichtsfächern wie bspw. Deutsch und Gesellschaftslehre reflektiert, ausgewertet und vertieft.

Diese Aufarbeitung bildet für jeden Jugendlichen die Grundlage für die weitere Auseinandersetzung über mögliche Anschlussentscheidungen. Zudem dient sie der Klärung, ob individuelle Kompetenzen, berufliche Vorstellungen und der Weg zur Erreichung beruflicher Ziele zueinander passen.

In Jahrgangsstufe 9 der Integrierten Gesamtschule Einbeck findet für alle Schülerinnen und Schüler ein Blockpraktikum von drei Wochen bzw. 15 Praxistagen statt. Die Schule legt für diese praktische Lernphase verbindliche Bereiche und Kriterien für die Leistungsbewertung fest.
Außerdem gilt es, das Verhältnis festzulegen, in dem die im Praktikum erbrachten Leistungen in die verschiedenen Bereiche einbezogen werden.

Grundlage für die gesamte Vorbereitung, Betreuung sowie Auswertung und Nachbereitung des Praktikums sind das „Musterkonzept mit Handreichungen zur Berufs- und Studienorientierung“, das Kerncurriculum des Fachbereiches „Arbeit-Wirtschaft-Technik“ und der „Erlass zur Arbeit an allgemeinbildenden Schulen“.

Die Lehrkräfte der IGS Einbeck bereiten die Jugendlichen intensiv auf das Praktikum vor und betreuen sie während des Praktikums. Die zuständigen Lehrkräfte sind feste Ansprechpartner für den jeweiligen Betrieb/ die jeweilige Institution und stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung. Während des Praktikums in der 9. Jahrgangsstufe besucht die verantwortliche Lehrkraft die Schülerin oder den Schüler mindestens zweimal. Die Lehrkräfte verschaffen sich im Gespräch mit einem betrieblichen Ansprechpartner einen Überblick über die jeweiligen Anforderungen und Erwartungen an die Jugendlichen, über die regionalen Wirtschaftsstrukturen, über Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten und Perspektiven für ihre Schülerinnen und Schüler. Die Lehrkräfte informieren die Betriebe/Institutionen über schulische Aktivitäten zur beruflichen Orientierung.

Weitere Aufgaben der Schule sind:

  • Kontaktaufbau und -erhalt zu den Betrieben/Institutionen

  • Information der Betriebe/Institutionen über Ziele des Praktikums und die zu erbringenden Lernaufgaben während des Praktikums

  • Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Dokumentation der betrieblichen/institutionellen Erfahrungen und Lernergebnisse

  • Festlegung der Anforderungen an Inhalt und Form der Praktikumsdokumentation

  • Bestimmung einer Lehrkraft für jede Klasse, die die Schülerinnen und Schüler während des Praktikums betreut und für Fragen der Betriebe/Institutionen zur Verfügung steht

  • Unterstützung des Schülerinnen und Schüler bei der Erstellung der Dokumentation des Praktikums und Reflexion ihrer gemachten Erfahrungen

  • Bewertung der schriftlichen Dokumentation

  • Auswertung der Praxiserfahrungen in Bezug auf Anschluss- und Berufswahlentscheidung

Im Rahmen der Vorbereitung auf das dreiwöchige Praktikum arbeitet die IGS Einbeck bereits im 8. Jahrgang in themenbezogenen Kooperationen mit Betrieben bzw. entsprechenden Institutionen zusammen. Dies findet beispielsweise durch die Vorstellung von Ausbildungsbetrieben im Unterricht oder durch die Einbeziehung betrieblicher Expertinnen und Experten in den Unterricht statt (siehe Kooperationspartner). Standortspezifische Vorteile der regionalen Wirtschaft werden genutzt, die Zusammenarbeit stetig ausgebaut.

2.2.3 Zusätzliche praxisorientierte Angebote im schuleigenen Konzept

2.2.3.1 Kompetenzfeststellungsverfahren

Die Integrierte Gesamtschule Einbeck wird Module des Kompetenzfeststellungsverfahrens „Profil AC“ des Niedersächsischen Kultusministeriums anwenden. Es dient zur Erfassung und Reflexion der Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen der Schülerinnen und Schüler. Zudem unterstützt es die Feststellung weiterer Kompetenzen wie beispielsweise Sozialkompetenzen, Konzentrationsfähigkeit. Das Verfahren kann eine erste berufliche bzw. schulische Orientierung aufzeigen, die in den weiteren Schulbesuchsjahren unter Einbindung weiterer Kompetenzen gefördert werden sollen.

Die Durchführung des Kompetenzfeststellungsverfahrens wurde an der IGS Einbeck in der Vergangenheit durch einen externen Kooperationspartner durchgeführt. Nun ist die Durchführung den Schulen zugeschrieben.

Hierzu ist die Fortbildung von Lehrkräften zur Durchführung dieser Module notwendig. Die IGS Einbeck strebt eine Fortbildung von Lehrkräfte in jedem Jahrgang an, um die Durchführung möglichst breitgefächert zu gewährleisten. Zudem bietet sich dadurch größtmögliche Flexibilität für die Durchführung des Kompetenzfeststellungsverfahrens.

Die Umsetzung ist in Jahrgang 7, spätestens im ersten Halbjahr Jahrgang 8 zu verankern. Bei der Umsetzung dieses Kompetenzfeststellungsverfahrens müssen die personellen und räumlichen Gegebenheiten im Blick behalten werden, die Erteilung der curricularen

Unterrichtsinhalte aller Fächer muss gewährleistet sein. Das „Profil AC“ kann jeweils von zwei fortgebildeten Lehrkräften durchgeführt werden, sollte aber nachfolgend durch beratende Aktivitäten z.B. durch die Berufsberatung, sozialpädagogische Fachkräfte unterstützt werden. Die Ergebnisse des „Profil AC“ können bei der Auswahl individueller Fördermaßnahmen und folgenden Beratungsgesprächen helfen.

Derzeit befinden sich die Module des „Profil AC“ in der Umarbeitung und sollen im Dezember 2020 fertiggestellt sein. Ihr Umfang, der Durchführungsaufwand sowie ihre Effektivität müssen innerschulisch evaluiert werden.

2.2.3.2 Berufsinformationszentrum der Bundesagentur für Arbeit

Im 8. Jahrgang findet für alle Schülerinnen und Schüler ein Besuch des Berufsinformationszentrums der Bundesagentur für Arbeit in Göttingen statt. Bereits im Vorfeld wird in Jahrgang 7 eine ausführliche Auslotung der Kompetenzen, Neigungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler durch das Kompetenzfeststellungsverfahren durchgeführt (siehe Punkt 2.2.3.1).

Fortgeführt wird diese erste berufliche Orientierung durch unterrichtliche Prozesse insbesondere im Fach Wirtschaft.

Das Berufsinformationszentrum (BIZ) ermöglicht den Schülerinnen und Schülern sich mit den Themen Arbeit & Beruf, Ausbildung & Studium sowie dem breiten Feld der Bewerbungen zu beschäftigen. Die Schülerinnen und Schüler erkunden online Anforderungsprofile, suchen Praktikums- und Ausbildungsstellen und erhalten Hilfen zur Erstellung professioneller Bewerbungsunterlagen.

2.2.3.3 Berufsberatung

Im 9. Jahrgang finden an unserer Schule regelmäßige Beratungsgespräche statt. Sie werden von der zuständigen Berufsberaterin angeboten und zielgerichtet durchgeführt. Diese Beratungsgespräche kann jede Schülerin und jeder Schüler durch vorherige Anmeldung in Anspruch nehmen. Die Teilnahme der Erziehungsberechtigten kann unterstützen und ist erwünscht.

Weitere Beratungsgespräche finden in Jahrgang 10 statt, um den schulischen und beruflichen Weg der Schülerinnen und Schüler zu konkretisieren.

2.2.4 Schülerfirmen

Schülerfirmen zu installieren kann einen großen Beitrag zur Berufs- und Studienorientierung liefern.

Die IGS Einbeck hat bereits 2017 eine Schülerfirma in Jahrgang 7 eingerichtet. Diese Schülerfirma wird von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf geleitet. Sie wird von Förderschullehrkräften betreut und von Schulbegleitungen durch individuelle Betreuung unterstützt. Zwei weitere Schülerfirmen arbeiten im Wahlpflichtbereich in Schülerfirmen in Jahrgang 9 und 10.

Die Arbeit in einer Schülerfirma ist Praxis im Sinne der Berufsorientierung. Durch die Tätigkeit dort lernen alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler verschiedenste Bereiche der Berufs- und Arbeitswelt kennen. Die Schülerinnen und Schüler handeln in hohem Maße selbstständig und eigenverantwortlich. Die Lehrkräfte bleiben weitestgehend im Hintergrund.

2.2.5 Dokumentation/ Berufswahlpass

Die Dokumentation der Berufs- und Studienorientierung dient als strukturgebende Orientierungshilfe in der schulischen Praxis. Seit Anfang der 2000er Jahre hat sich der Berufswahlpass als erfolgreiches Berufsorientierungsinstrument an allgemeinbildenden Schulen etabliert. Er ist ein Ordner / Portfolio, der alle notwendigen Unterlagen, die für eine überlegte Berufswahl wichtig und sinnvoll sind, zusammenfasst und sorgt mit seiner inhaltlichen Struktur für eine fächerübergreifende Auseinandersetzung mit den Grundlagen der Berufswahlentscheidung mit zahlreichen Arbeitsblättern. Durch den Einsatz ab der Jahrgangsstufe 5 führt er zu einem frühzeitigen Beginn berufsorientierender Maßnahmen. Erweiterte Beratungs- und Förderangebote für Jugendliche können bereitgestellt werden.

Perspektivisch ist darüber zu befinden, ob das Printprodukt in eine multimediale Lernumgebung durch die Einführung des „Berufswahlpasses 2.0“ überführt oder durch sie ergänzt werden kann. So könnten in Anbetracht der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler die Möglichkeiten und Potentiale digitaler Medien für entsprechende Lehr- und Lernprozesse stärker nutzbar gemacht werden. Aktuelle Studien zeigen, dass sich der Internetzugang der Jugendlichen stark erweitert hat und fast flächendeckend vorhanden ist (z. B. JIM-STUDIE 2011) Zudem versorgen sich Jugendliche zu großen Teilen über das Internet mit berufsorientierenden Informationen. Der „Berufswahlpass 2.0“ bietet Unterstützung für Schülerinnen und Schüler, aber auch für Lehrkräfte, Eltern, Betriebe und Berufsberater an. Er ist sowohl online über eine Website als auch individuell offline auf einem USB-Stick lauffähig und zugänglich und bietet ein großes Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten. Nichtsdestotrotz kann er die Printfassung mit ihren Lern- und Gestaltungsinhalten nicht vollständig ersetzen.

2.2.6 Migration/ Inklusion

Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in einem oder mehreren Bereichen haben grundsätzlich einen Anspruch auf eine Reha-Beratung. An der IGS Einbeck findet diese Beratung statt, durchgeführt durch die Bundesagentur für Arbeit. Die Berufsorientierung umfasst die Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen, Interessen und Kompetenzen und die Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Arbeitswelt und Gesellschaft.

Eine wichtige Aufgabe der allgemeinbildenden Schulen besteht darin, Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung zu bieten und die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufswahlentscheidung zu unterstützen. Vor allem für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf ist der frühzeitige Beginn der Berufsorientierung wichtig, da sie bereits im 9. Schuljahr ihren Förderschulabschluss erlangen können und in Jahrgang 10 die Möglichkeit haben, ihren Hautschulabschluss nach Klasse 9 zu bekommen. Anschließend stellt sich für jeden Schüler und jede Schülerin die Frage, in welche berufliche Richtung der Weg gehen soll.

Für diese Zielgruppe ist die Beziehungsebene entscheidend. Diese Schülerinnen und Schüler benötigen deutlich mehr Zeit und Unterstützung, sich intensiv mit ihren beruflichen Vorstellungen und eigenen Fähigkeiten auseinanderzusetzen. Die IGS Einbeck bietet hierzu verschiedene Module in unterschiedlichen Jahrgängen an, wie z.B. eine Schülerfirma in Jahrgang 7, „Fit for Life“ in Jahrgang 8, einen Wahlpflichtkurs „Förderung und allgemeine

Abschlussprüfungsvorbereitung und Berufsorientierung“ in Jahrgang 9. Durch diese Angebote wird eine intensive Begleitung der beruflichen Orientierung gewährleistet. Durch zusätzliche Module und ergänzende Arbeitsmaterialien in einfacher Sprache sowie durch Piktogramme kann mehr Anschaulichkeit erreicht und der Nutzen gesteigert werden.

Der Berufsorientierungsprozess zieht sich für alle Schülerinnen und Schüler fächerübergreifend durch viele Unterrichtsinhalte. In zusätzlichen Förderstunden wird die Berufsorientierung durch handlungsorientiertes Lernen in den Unterricht integriert, so z.B. durch das Erstellen von Bewerbungsmappen, das effektive Lesen von Verträgen jeglicher Art im Deutschunterricht, das Berechnen eines Monatseinkommens, die Unterscheidung von Brutto und Netto, das Berechnen von Nebenkosten. Zielsetzung ist, die Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, alltägliche Aufgaben bestmöglich bewältigen zu können.

Eine Kooperation mit der BBS Einbeck ist vor allem für diese Zielgruppe eine gute Möglichkeit durch praxisnahe Module einen Einblick in mögliche Berufsfelder zu erhalten.

Berufe, deren Theorieanteil reduziert ist, sind realistische Ausbildungsziele für diese Schülerinnen und Schüler. Durch die zuständige Reha-Berufsberaterin erhalten die Schülerinnen und Schüler fundierte Informationen, die ihren individuellen Berufsweg unterstützen.

3. Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern

3.1 Jahrgangsübergreifende Schwerpunkte

Die IGS Einbeck führt eine Vielzahl berufs- und studienorientierter Maßnahmen durch, um Schülerinnen und Schüler ein möglichst breitgefächertes Reservoir anbieten zu können:

  • Das Training sogenannter Schlüsselkompetenzen bildet hierbei einen wesentlichen Schwerpunkt:

Weitere Maßnahmen sind:

  • Durchführung von Projekten in den Bereichen Technik (z.B. Teilnahme am Knatterbootbau und – rennen, Löt- und Technik-AG für Jungen und Mädchen, Arbeitsgruppen zu den Themen Fotografie, Elektromobilität, Fotostory und Computerarbeit im PS.Speicher Einbeck ) , Dienstleistung und kaufmännischer Bereich (z. B. Schülerfirmen, Catering bei schulischen Veranstaltungen)

  • Intensive Zusammenarbeit mit Eltern durch regelmäßige Informationsveranstaltungen

  • Kooperation mit lokal ansässigen Unternehmen (z. B. Elektro-Johanns, Bäckerei Thiele, Kaufland, PS.Speicher)

  • Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen in Einbeck und Northeim

  • Bewerbertrainings, Vermittlung von Praktika

  • Wahlpflichtunterricht in Hauswirtschaft, Textiles Gestalten, Technik und Informatik

  • Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit (Informationsveranstaltungen, Einzelgespräche zur Berufs- und Studienorientierung unter Einbeziehung der Eltern)

  • Intensive Betreuung durch die Sozialpädagogin der Schule

  • Intensive Betreuung von Schülerinnen und Schülern durch Berufseinstiegsbegleitungen

  • Zusammenarbeit mit der IHK und der HWK

  • Zusammenarbeit der Bildungsregion Südniedersachsen/Stiftung Niedersachsen Metall

  • Zusammenarbeit mit dem Bundesfachzentrum Metall in Northeim

  • Zusammenarbeit mit Kleinunternehmen der Region durch Aus- und Vorstellung von Betrieben in der IGS sowie Betriebserkundungen von Schülergruppen in Einbeck (Berufe-Tour-Tag)

  • Zusammenstellung, Pflege und Nutzung eines schuleigenen Datenpools mit Praktikums- und Ausbildungsplätzen

3.2 Schule und Eltern

Bei der Berufs- und Studienwahl sind Eltern die wichtigsten Partner ihrer Kinder. Somit ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule äußerst wichtig und dient der Weiterentwicklung der Kinder und Jugendlichen und damit auch einem erfolgreichen Weg der Berufs- und Studienwahl. Unbedingte Voraussetzung einer fruchtbaren Zusammenarbeit ist die gegenseitige Wertschätzung von Eltern und Schule. Dies entspricht einem gemeinsamen Werteverständnis und ist im Schulprogramm der IGS Einbeck festgeschrieben.

Neben Informationsveranstaltungen für Eltern zur schulischen und beruflichen Weiterbildung ihrer Kinder, werden in der IGS Einbeck in den SEL-Gesprächen ab Jahrgang 8 bereits erste Tendenzen hinsichtlich der Interessen und Fähigkeiten der Kinder besprochen. Diese Ge­spräche können durch die Einbindung der Schulpädagogin bereichert werden. Ergebnisse des Kompetenzfeststellungsverfahrens, das Kennenlernen unterschiedlicher Berufsbilder im Fach Wirtschaft, der Besuch des Berufsinformationszentrums der Agentur für Arbeit, Betriebserkundungen u.a.m. unterstützen die ersten Schritte in der Berufs- und Studienorientierung.

In Jahrgang 9 muss die Zusammenarbeit intensiviert und eine Informationsveranstaltung für alle Eltern und Erziehungsberechtigten gleich zu Beginn des ersten Halbjahres installiert werden. Hier sollten insbesondere Möglichkeiten der Informationsbeschaffung wie beispielsweise die professionelle Unterstützung durch die Bundesagentur für Arbeit, Informationen von öffentlichen und privaten Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen, wichtige Internetquellen, Angebote der vertieften Berufsorientierung in der Region durch die Lehrkräfte weitergegeben werden.

Einer ebenfalls engen Zusammenarbeit bedarf es bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz für das dreiwöchige Betriebspraktikum im ersten Halbjahr, der Durchführung und Auswertung. Eltern erleben ihre Kinder zum ersten Mal in der Arbeitswelt und erhalten sicher­lich viele Rückmeldungen seitens ihrer Kinder. Der Austausch zwischen Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften kann eine berufliche Orientierung weiter konkretisieren. Intensiviert werden ebenfalls die Zusammenarbeit und der Austausch mit der Agentur für Arbeit. Eltern können an den Beratungsgesprächen teilnehmen und Fragen für sich und ihre Kinder klären.

In Jahrgang 10 konkretisiert sich die Berufs- und Studienwahl der Schülerinnen und Schüler. Sie suchen nach regionalen Ausbildungsangeboten und möglichen Ausbildungsbetrieben, bewerben sich an weiterführenden Schulen oder bei einem Ausbildungsbetrieb. Die IGS Einbeck verfügt derzeit nicht über eine Oberstufe. In Anbetracht dessen aber, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Schülerinnen und Schülern das Abitur anstrebt, muss der Weg zu einer gymnasialen Oberstufe aufgezeigt und durch die Weitergabe von Studienberatungsstellen an Hochschulen ergänzt werden.

Wesentlich für eine fundierte Studien- oder Berufswahl ist die Erlangung wichtiger Schritte der Ausbildungsreife. Nur so sind Schülerinnen und Schüler in der Lage, wichtige Entscheidungen hinsichtlich ihres weiteren Weges zu treffen.

Die Bundesagentur für Arbeit hat hierzu Merkmale der Ausbildungsreife zusammengestellt:

Tabelle 1: (vgl. www.planet-beruf.de/ hier: Merkmale der Ausbildungsreife)

Bereich

Merkmale

Schulische Grundkenntnisse

 
  • Schreiben: Ausdruck und Rechtschreibung

  • lesen: Texte verstehen, mit Medien (Bücher, Zeitungen) umgehen

  • sprechen und zuhören

  • mathematische Grundkenntnisse

  • wirtschaftliche Grundkenntnisse

 

Denkvermögen

 
  • Sprachbeherrschung

  • rechnerisches Denken

  • logisches Denken

  • räumliches Vorstellungsvermögen

  • Merkfähigkeit

  • Bearbeitungsgeschwindigkeit

  • Daueraufmerksamkeit

 

Körperliche Verfassung

 
  • Körperliche Entwicklung dem Alter entsprechend

  • Gesundheitszustand

 

Soziale Fähigkeiten

 
  • Durchhaltevermögen

  • Kommunikationsfähigkeit

  • Kontaktfähigkeit

  • Kritikfähigkeit

  • Leistungsbereitschaft

  • Selbstständigkeit

  • Sorgfalt

  • Teamfähigkeit

  • Umgangsformen

  • Verantwortungsbewusstsein

  • Zuverlässigkeit

 

Berufswahlreife

 
  • Fähigkeit, sich selbst einzuschätzen

  • Fähigkeit, sich zu informieren

 

Eltern und Erziehungsberechtigte können sich Checklisten zur Ausbildungsreife ihrer Kinder über die Bundesagentur für Arbeit herunterladen und mit ihnen durchgehen. Gleiches gilt für die Arbeit in der Schule.

4. Evaluation und Weiterentwicklung der Berufs- und Studienorientierung an IGS Einbeck

Das Konzept zur Berufs- und Studienorientierung der IGS Einbeck ist kein statisches. Vielmehr ist es notwendig, das Konzept immer wieder der sich stetig verändernden Berufs- und Arbeitswelt anzupassen. Neu entstehende Berufsfelder beispielsweise müssen den Schülerinnen und Schülern vorgestellt und mit ihren Interessen und Fähigkeiten abgeglichen werden. Regionale Veränderungen wie z.B. die Niederlassung neuer Firmen/Institutionen und damit weiterer Ausbildungsbereiche, aber auch Schließung oder Abwanderung regionaler Betriebe sind den Schülerinnen und Schülern deutlich zu machen und müssen konzeptionell auf- und eingearbeitet werden. Diese Veränderungen müssen sich im schuleigenen Datenpool zu Praktikums- und Ausbildungsplätzen wiederfinden.

Ebenso wichtig ist es, die Anschlussorientierung der Schülerinnen und Schüler zu evaluieren. Hierzu werden die schulischen und beruflichen Entscheidungen der Schülerinnen und Schüler nach Abschluss ihrer Laufbahn an der IGS anonymisiert erfasst. Daraus lassen sich unter Umständen Verhaltenstendenzen ihrer Berufs- und Studienorientierung erfassen und auswerten. Ortsgebundenheit oder – ungebundenheit können wieder gespiegelt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse können die Weiterentwicklung des Konzepts beeinflussen.

Das Konzept zur Berufs- und Studienorientierung muss auf seine Qualität hin überprüft werden. Die Einbeziehung einzelner Maßnahmen gehört ebenfalls dazu. Gegebenenfalls müssen Verbesserungen von der Fachgruppe Arbeit-Wirtschaft-Technik erarbeitet, vorgestellt und für den nächsten Zyklus verabschiedet werden. Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung sind notwendig, um angestrebte Ziele und vereinbarte Maßnahmen abzugleichen.

Weitere wichtige Evaluationskriterien können sein:

  • Bekanntheit der Maßnahmen zur Berufs- und Studienorientierung an der IGS Einbeck

  • Effektivität der Maßnahmen (z.B. Praktikumsstellen)

  • Zufriedenheit von Schülern, Eltern und Betrieben nach durchgeführten Maßnahmen

  • Qualität der Vorbereitung der Schüler (Kenntnisse über regionale Betriebe)

  • Effektivität von Schülerfirmen

  • Qualität des Berufswahlpasses,

  • Qualität der Bewerbungen, Online-Bewerbungen

  • Qualität der Elternarbeit (Informationsstand der Eltern, Anzahl der Veranstaltungen für Eltern)

  • Qualität der Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, den Berufsbildenden Schulen, Kooperationspartnern

  • Fortbildungen der Fachlehrer

  • Verbesserung der schulischen Leistungen in den Kernfächern

  • Verbesserung der Leistungen im Arbeits- und Sozialverhalten

Die Fachkonferenz Arbeit-Wirtschaft-Technik legt die Zielsetzungen und die zeitlichen Abstände der Konzeptüberprüfungen fest. Die Ergebnisse werden durch die Fachkonferenz in Zusammenarbeit mit Fachlehrern, Eltern und Betrieben bewertet. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden durch einen Handlungsplan umgesetzt. Die Fachkonferenz überprüft das Erreichen der formulierten Ziele.

Sabine Greß

Anhang

Fächerübergriff Berufsorientierung einzelner Unterrichtsfächer

Praxisorientierte Maßnahmen an der IGS Einbeck in allen Jahrgängen

Berufsorientierung im Fach Mathematik

Jahrgang

Passende Inhalte SAP Mathematik

Die SuS können…

Mögliche Bedeutung für BO

5

Zahlenangaben aus graphischen Darstellungen entnehmen, in einer Strichliste sammeln und in einem Säulen- oder Balkendiagramm darstellen.

Geschäftsergebnisse präsentieren

6

Flächen, Oberflächen und Volumina von einfachen geometrischen Objekten berechnen.

Fassaden-/Dachflächen berechnen, umbauten Raum berechnen

mit Dezimalzahlen im Kopf und schriftlich rechnen.

Geld kassieren, Abrechnungen erstellen

7

mit rationalen Zahlen auch in Sachzusammenhängen rechnen.

Kosten-Nutzen-Rechnungen erstellen

fehlende Winkelgrößen über die Winkelsumme und mit Hilfe von Neben-, Stufen- und Scheitelwinkel berechnen.

Winkel in Gebäuden ermitteln und vergleichen

einfache Prozentwerte berechnen.

Steuern, Rabatte und ähnliches berechnen

8

Rechenverfahren der Prozentrechnung zur Zinsberechnung nutzen.

Jahreszinsen im Sachkontext und rekursiv auch Zinseszinsen berechnen.

Jahreszinsen auf Schulden oder Kapital berechnen

den Flächeninhalt von Dreieck Parallelogramm und Trapez berechnen.

Oberflächeninhalt und Volumen vom Prisma berechnen.

Fassaden-/Dachflächen und umbauten Raum von

komplizierten Bauwerken berechnen

9 / 10

Schnittpunkte linearer Funktionen bestimmen, berechnen und im Sachkontext interpretieren.

Kosten planen, die sich linear entwickeln Angebote vergleichen, die sich linear darstellen lassen

den Satz des Pythagoras zur Berechnung von Kantenlängen im Sachkontext anwenden.

Längen beim Bau von Möbeln und ähnlichem berechnen

geometrische Probleme lösen und deinen Lösungsweg übersichtlich darstellen.

Oberfläche von Pyramiden berechnen.

Kostenvoranschläge aufstellen

die Kreiszahl Pi nutzen, um Radius, Durchmesser, Umfang und Flächeninhalt eines Kreises zu bestimmen.

Du kannst die Oberfläche und das Volumen eines Zylinders berechnen.

Du kannst die Mantelfläche eines Kegels berechnen.

E-Kurs: Du kannst die Oberfläche von komplexen Dachkonstruktionen berechnen.

Fassaden-/Dachflächen und umbauten Raum von Bauwerken mit Rundungen berechnen

Kostenvoranschläge aufstellen

Berufsorientierung im Fach Kunst

Jahrgang

Fachunterricht

WPK

5

 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Grundlagen Farbenlehre, Farben mischen, Farbbezeichnungen

  • Grundlagen Fotografie, Porträtaufnahmen

  • Entwurf und Umsetzung eines Gebäudes

 


6

 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Eine Bildergeschichte gestalten, eine Fotostory erstellen, Fotos bearbeiten

 
 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Comic gestalten

 

7

 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Deckender/ lasierender Farbauftrag

  • Aufhellen/ abdunkeln

 
 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Gebäude/ Konstruktionen planen und umsetzen

 

8

 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Fotografische Mittel, Fotobearbeitung

  • Drucktechniken

  • Besuch Einbecker Blaudruck

 
 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Einen Innenraum gestalten

 

9

 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Bauelemente, Architektur, Räume gestalten (auch digital)

 
 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Gesichter verfremden/ entstellen

  • Fotos erstellen/ bearbeiten

 

10

 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Storyboard erstellen

  • Film erstellen

  • Werbung für ein Produkt

  • Vom Scribble zum Serienprodukt

  • Einen Prototypen erstellen

 
 
  • Entwürfe und Skizzen zeichnen

  • Papierherstellung

  • Beruf: Grafikdesigner

  • Einladungen, Logos gestalten

  • Beruf: Drucker

  • Drucktechniken

 

Berufsorientierung im Fach Werte/Normen

Jahrgang

Thema

Fächerübergriff

5

 
  • Fragen nach dem Ich (Ich und meine Beziehungen)

  • Fragen nach Moral und Ethik (Regeln für das Zusammenleben)

  • Fragen nach der Zukunft (Glück und Lebensgestaltung)

 
 
  • Arbeit in der Familie, Arbeit für die Familie

  • unterschiedliche Regeln in verschiedenen sozialen Kontexten

  • individuelle Berufswünsche

 

6

 
  • Fragen nach der Wirklichkeit (Leben in Vielfalt)

  • Fragen nach Orientierungsmöglichkeiten (Aspekte von Religionen und Weltanschauungen)

 
 
  • Ethnische Diversität im Berufsalltag

  • Ausübung der Religion im Berufsalltag

 

7

 
  • Fragen nach dem Ich (Das Ich und seine sozialen Rollen)

  • Fragen nach der Zukunft (Konstruktiver Umgang mit Krisen)

 
 
  • berufliches Ich vs. privates Ich

  • Erfolg/Misserfolg und soziale Ausgrenzung/Integration in der Arbeitswelt

 

8

 
  • Fragen nach Moral und Ethik (Liebe und Sexualität)

  • Fragen nach der Wirklichkeit (Menschenrechte und Menschenwürde)

  • Fragen nach Orientierungs-

  • Möglichkeiten (Leben in religiös und weltanschaulich geprägten Kulturen)

 
 
  • Sexuelle Diversität im Berufsalltag

  • Menschenrechte und Menschenwürde im Arbeitsprozess

  • Berufsalltag in karikativen Einrichtungen (Caritas, Diakonisches, Brot für die Welt, Adveniat und Misereor, Sternsinger, Kindergärten und Altenheime)

 

9

 
  • Fragen nach Orientierungsmöglichkeiten (Deutungsmöglichkeiten und -grenzen von Religionen und Weltanschauungen)

  • Fragen nach Moral und Ethik (Ethische Grundlagen für Konfliktlösungen)

 
 
  • Ethische Prinzipien in der Berufswahl und -ausübung


  • Ethische Konflikte im Berufsalltag

 

10

 
  • Fragen nach der Wirklichkeit (Wahrheit und Wirklichkeit)

  • Fragen nach der Zukunft (Verantwortung für Natur und Umwelt)

  • Fragen nach dem Ich (Entwicklung und Gestaltung von Identität)

 
 
  • Berufswunsch/ Berufsalltag

  • Ethische Konflikte im Berufsalltag

  • -Selbstverwirklichung im Berufsalltag

 

Berufsorientierung im Fach Englisch

Jahrgang

Thema

Fächerübergriff

7

 
  • Ratschläge in Form einer Email verschriftlichen können.

  • Ein Einkaufsgespräch führen können.

  • Jemandem einen Reiseweg erklären können.

 
 
  • Geschäftspartner bereiten

  • Internationale Handelsbeziehungen betreiben

  • Geschäftsbeziehungen pflegen

 

8

 
  • Small Talk“ anhand sprachlicher Vorgaben führen können.

  • Seine Meinung ausdrücken können.

  • Ein Werbeplakat erstellen können.

 
 
  • Geschäftsbeziehungen pflegen

  • Eigenen bzw. Firmenstandpunkt vertreten

  • Werbung für das eigene Unternehmen gestalten

 

9

 
  • Being polite“ sich (sprachlich) situativ angemessen ausdrücken können.

  • Lebenslauf und Bewerbung nach sprachlichen Vorgaben anfertigen können.

 
 
  • Sich in Geschäftsbeziehungen angemessen verhalten und äußern können.

  • Bewerbungsunterlagen erstellen

 

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  • Alltag in einer Freiwilligenorganisation kennen lernen.

  • Profil einer Logistikfirma in Indien kennen lernen.

 
 
  • Informationen darüber erhalten, ob der Einsatz in einer Freiwilligenorganisation in Frage kommt.

  • Firmenprofile kennen und verstehen lernen

 

Praxisorientierte Maßnahmen an der IGS Einbeck in allen Jahrgängen

Jahr-gang

1. Halbjahr

2. Halbjahr

Außerschulische Partner

Aktionen

5

X



Training Teamarbeit, Methodentraining,




Zukunftstag

6


X


Zukunftstag

7


X



Zukunftstag

Teilnahme am Kompetenzfeststellungs-

verfahren




Innerschulisch: Arbeit mit dem Berufswahl-

pass

Im Fach Wirtschaft: UE: Konsum und Arbeit


X

Kaufland

Erste Erkundung von Arbeitsplätzen und Aus-

bildungsmöglichkeiten

8

X


X





X




X





BIZ, AA




Berufe-Tour-Tag

Besuch der Einbecker Ausbildungsmesse


Zukunftstag


Besuch des Berufsinformationszentrums in

Göttingen, Berufsberatung durch Frau Meyer

von der Agentur für Arbeit


Innerschulisch:

Ausstellung und Vorstellung von ansässigen

Firmen/ Institutionen/ Jahrgang 9/10 optional


X


X

Elektro Johanns

Innerschulisch:

Praktische Erarbeitung elektronischer Grund-

kenntnisse/Ausbildungsberuf: Elektroniker

X


Feinbäckerei Thiele

Innerschulisch:

Kennenlernen unterschiedlicher

Ausbildungsberufe/ Backtag

X

X











X


Innerschulisch im Fach Wirtschaft:

UE: Regionaler Wirtschaftsraum /Einbeck und

Umgebung, Internetrecherchen und

Präsentationen

- Internetarbeit: Planet-beruf.de

- Arbeit mit dem Berufswahlpass

- Arbeit mit „Berufe aktuell“

- UE: Welcher Beruf passt zu mir?

(Berufsfindung, Berufsfelder als

Orientierungshilfe) ; erste

Bewerbungsunterlagen erstellen


Besuch der Ausstellung des 9.Jahrgangs zum

Betriebspraktikum

9

X


Betriebe/ Firmen/ Institutionen

Betriebs- und Sozialpraktikum, dreiwöchig




Innerschulisch:

Vor- und Nachbereitung des Praktikums/

Erstellen eines Praktikumsberichtes


Ausstellung und Vorstellung der

Praktikumsplätze für SuS des 8. Jahrgangs

X


Inno-Truck

Besuch aller 9.Klassen/Kennenlernen von

Berufen aus dem MINT-Bereich

X





X

X


Innerschulisch:

Erstellen von Bewerbungsunterlagen/

Fächerübergriff Deutsch, Wirtschaft

Üben von Vorstellungsgesprächen,

Einstellungstests, Berufsbilder online

Besuch der Einbecker Ausbildungsmesse


X

BBS Einbeck

6 Schnuppertage aller 9.Klassen/Kennenlernen

unterschiedlicher Ausbildungsprofile

X

X


Gründung und Arbeit in einer Schülerfirma

X

X

PS-Speicher

Teilgruppenarbeit im PS.Speicher mit

technischem Schwerpunkt

X

X

Bundesagentur für Arbeit

Innerschulisch: Informationsgespräche und

Beratungen durch zuständige Berufsberater

10

X



Innerschulisch:

Bewerbungstraining, Ausbildungsorientierung

X


Bundesagentur für Arbeit

Einzelberatungen für alle SuS des

10.Jahrgangs

X


Vocatio

Besuch der Vocatio-Messe in Göttingen/

Einzelgesprächstermine


X


Innerschulisch: Besuch der Ausstellung und

Vorstellung von regionalen Betrieben und

Firmen

X


BBS Einbeck

Informationsvormittag zu Ausbildungsgängen

und schulischer Weiterbildung

X

X


Arbeit in Schülerfirmen

X

X


Innerschulisch:

unterrichtliche Unterstützung, Beratung und

Begleitung aller SuS bei der

Anschlussorientierung nach Abschluss des

10.Jahrgangs

Literaturverzeichnis

  • Ausbildungsplätze Fertig-Los, Ausgabe 2017/2018 Landkreis Northeim, Landkreis Holzminden, 3. Auflage, KVW Freren
  • Bundesagentur für Arbeit 2017/18; Beruf Aktuell Lexikon der Ausbildungsberufe, Bielefeld, Bertelsmann
  • Bundesagentur für Arbeit/Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT; Checkliste Gelungene Berufsorientierung an Schulen der Sekundarstufe I
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Berufswahlpass (2015): Berufswahlpass, Hamburg Schüthedruck
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (2006) : Schule und Betriebe als Partner, Ein Handlungsleitfaden zur Stärkung von Berufsorientierung und Ausbildungsreif, Letzter Zugriff am 02.07.2018 unter www.ausbildungspakt-berufsorientierung.de
  • Hofmann, M., Padberg, M. & Woltereck, M., 2011: Starke Seiten Berufsorientierung 3, Stuttgart Klett
  • Leitfaden zur Elternarbeit Kurzversion.pdf; Letzter Zugriff am 03.04.2020 unter www.schulewirtschaft.de
  • MK (Niedersächsisches Kultusministerium) 2010: Kerncurriculum für die Integrierte Gesamtschule, Schuljahrgänge 5 – 10, Hannover
  • Niedersächsisches Kultusministerium: Berufs- und Studienorientierung Niedersachsen, Hannover 2018
  • Staden, Christian & Howe, Falk: Digitale Medien und Internet in der Berufsorientierung, Universität Bremen 2013; letzter Zugriff am 07.07.2018 unter www.bwpat.de/ht 2013
  • Vertiefte Berufsorientierung in der Region, Letzter Zugriff am 03.04.2020 unter: www.bildungsketten.de/-media/-Bildungsketten-Vereinbarung-NI-Anlage-4.pdf
  • www.planet-beruf.de