Rundschreiben Januar 2021 – Corona-Update

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Erziehungsberechtigte,

gerne möchte ich Ihnen nochmals in aller Kürze einige erste relevante Informationen weitergeben, die von den Jahrgangsleiterinnen entsprechend der individuellen Bedürfnisse eines jeden Jahrgangs in einem weiteren Schreiben an Sie und euch ergänzt, vervollständigt und präzisiert werden.

Zuallererst aber möchte ich allen nochmals ein frohes neues Jahr wünschen und hoffe, alle sind auch gesund und entspannt in 2021 angekommen.

Wie es für uns in den niedersächsischen Schulen vorerst weitergeht, haben Sie dem Schreiben des Ministers bereits entnehmen können, aber Sie ahnen, dass sich das erst einmal einfach liest, in der Praxis aber einen erheblichen organisatorischen Aufwand bedeutet und sich nicht jedes Problem komplikationslos lösen wird lassen. Zumindest können wir alle gemeinsam unser Bestes geben und das Beste aus der Situation machen, so wie es uns bisher im Vergleich gut gelungen zu sein scheint.

Folgende grundlegende Regelungen haben wir heute mit den Jg-Leitungen in mehreren Videokonferenzen beschlossen:

  1. Der Präsenzunterricht für Jg. 10 findet gemäß Vorgaben in halben Lerngruppen statt (Szenario B) und dieser erfolgt im wöchentlichen Wechsel. Der Start erfolgt mit Gruppe 1. Die Raumgrößen lassen leider keine andere Arbeitsform zu. Die wochenweise Festlegung hat zudem schulorganisatorische Gründe, denn somit ist für alle Schülerinnen und Schüler der Schule ein Arbeiten nach Stundenplan möglich und alle Fächer können inhaltlich von der jeweiligen Lehrkraft abgedeckt werden, entweder vor Ort oder im Homeschooling. Ein Mensabetrieb findet nicht statt, es müsste sich entsprechend auch am langen Pflichttag selbst versorgt werden. Der freiwillige Ganztag entfällt.
  2. Alle anderen Jahrgänge, die sich derzeit im Distanzlernen (Szenario C) befinden, können somit auch gemäß Stundenplan bestmöglich versorgt werden, d.h. es werden ausnahmslos alle Fächer erteilt, auch wenn hier im Einzelfall Kreativität gefragt ist.
  3. Infos zum Distanzlernen: Die Langfächer (Deutsch, Mathematik, alle Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Gesellschaftslehre) werden im Distanzunterricht per Video-Konferenz erteilt, in der Hoffnung, dass das System standhält. Die Schüler können sich in jeder Stunde in dem eingerichteten digitalen Raum der Lehrkraft(zu finden unter deren Namen) zu Stundenbeginn einfinden. Darüber hinaus wird auch der Klassenrat möglichst im Video-Format stattfinden, denn wir können uns vorstellen, dass es auch außerhalb von fachlichen Fragen, Sorgen und Nöte bei den Schülerinnen und Schülern gibt oder einfach ein Austausch zwischen den Kids gewünscht ist, der sonst nicht möglich ist. In den Lernbüro-Stunden stehen die dort eingesetzten Lehrkräfte für Fragen telefonisch oder digital anderweitig zur Verfügung, d.h. sind für die Lerngruppe erreichbar. Aufgaben erteilen die Fachlehrkräfte.
  4. Aufgabenformate: Sollte der Server überlastet sein (viele Schulen nutzen in der Region IServ), dann werden sowohl die Langfächer wie auch alle anderen Fächer ohnehin über das bekannte Aufgabenmodul in IServ versorgt, d.h. die Aufgaben sind dort am jeweiligen Tag morgens um 08.00 Uhr abzurufen, von den SuS zu bearbeiten und bis 18.00 Uhr abends wieder hochzuladen, d.h. es muss eine Rückmeldung erfolgen, damit die Lehrkräfte einen Überblick über die erbrachten Leistungen haben und korrigieren und unterstützen können. Wir weisen an dieser Stelle auf die Hol- und Bringschuld der Schülerinnen und Schüler hin, wissen aber auch um technische und sonstige Probleme, die ggf. im Einzelfall besprochen werden müssen. Wichtig ist es an dieser Stelle, aktiv die Kommunikation zu suchen, damit Absprachen getroffen werden können. Auch den Umfang der Aufgaben sollten alle gut im Blick behalten.
  5. Die Notbetreuung findet gemäß der Vorgaben für die Jg. 5 und 6 täglich in der Zeit von 08.00 Uhr bis 13.00 Uhr statt. Dies betrifft Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, in Einzelfällen auch einzelne andere Schülerinnen und Schüler anderer Jahrgänge, die wir aber bereits im Blick haben und deren Familien wir als Schule kontaktieren oder bereits kontaktiert haben. Die Anmeldung zur Notbetreuung erfolgt wie gewohnt über die Homepage, damit wir einen Überblick über Zahlen haben und planen können.
  6. Wir sind, da ausnahmslos alle Lehrkräfte gemäß Plan eingebunden sind, kaum in der Lage die Notbetreuung personell abzudecken, sodass im Krankheitsfall eine Vertretung nicht möglich sein wird. Eine Ausnahme bildet der 10. Jahrgang, den wir vor dem Hintergrund der Abschlüsse, besonders im Blick haben. Hier ist an dieser Stelle Solidarität gefragt, wenn wir im Einzelfall für zum Beispiel die Langfächer Lehrkräfte aus anderen Jahrgängen abziehen müssten. Zu den Abschlussmodalitäten wird das Ministerium sich noch äußern. Auch dies war im Schreiben angekündigt.
  7. Für den Jahrgang 9 ergeben sich ebenfalls Besonderheiten für die Schülerinnen und Schüler, die einen Förderabschluss Lernen nach Jg. 9 anstreben. Hierzu wird die Jahrgangsleiterin noch detaillierte Informationen zu gefundenen Lösungen kommunizieren.

Ich weiß, dass viele Fragen nun noch nicht beantwortet sind, individuelle Nöte bestehen, viele Sorgen und Bedenken existieren, die auch nach diesem Schreiben noch im Raume stehen und einer Antwort bedürfen. Scheuen Sie sich bitte nicht, Ihre Fragen zu stellen (Liebe Schülerinnen und Schüler, das gilt für euch natürlich ebenso). Wir alle bemühen uns redlich alle Anliegen nach und nach zu bearbeiten. Wir arbeiten im Hintergrund unermüdlich für die bestmöglichen Lösungen für unsere Schülerinnen und Schüler, welche im Mittelpunkt unseres Tuns stehen. Scheuen Sie sich ebenfalls nicht, die besonderen Unterstützungsangebote unserer Schule (Schulseelsorge etc.) oder von anderen Institutionen in Anspruch zu nehmen, wenn Sie in echter Not sind (Homepage). Sie sind nicht alleine und ihr liebe Schülerinnen und Schüler seid es auch nicht.

Danke, dass so viele von Ihnen, liebe Eltern und auch von euch, liebe Schülerinnen und Schüler (Ich erwähne hier mal die Klasse 9a, die mich zu Tränen gerührt hat, besonders) das auch spüren und durch viele nette Botschaften und kleine Präsente Ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Tolle Schule, tolle Eltern und tolle Kinder, was wollen wir mehr?

In diesem Sinne wünsche ich uns eine gemeinsame konstruktive, kreative, geduldige und produktive weitere Zusammenarbeit in den nächsten aufregenden Wochen. Danke!

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Sandra Friedrich

(Gesamtschuldirektorin)