Von Bienenkuscheln und Blütenbomben

Die Projektwoche im letzten Jahr bot vielen Schülerinnen und Schüler erneut eine Möglichkeit, ihren Interessen nachzugehen und hatte für diejenigen, die sich für den Umweltschutz engagieren, ein besonderes Projekt zu bieten. Gemeinsam mit zwei Lehrkräften beschäftigten sich insgesamt zwölf Jungen und ein Mädchen mit dem Lebenszyklus einer Biene, dem Leben im Stock und den Lebensumständen der Bienen. In kleinen Gruppen haben sich die Schülerinnen und Schüler über die Entwicklung der Honigbiene im Stock vom Ei bis zur fertigen Arbeiterin und den verschiedenen Arten der Bienen, die im Stock leben (der Arbeiterbiene, der männlichen Drohne und der Königin), den verschiedenen Aufgaben einer Biene im Stock (von der Putzbiene über die Ammenbiene hin zur Wächter- und dann Flugbiene) und den Futterpflanzen, welche den Bienen Pollen und Nektar bieten, beschäftigt. Mit Hilfe des neu erworbenen Wissens haben die Schülerinnen und Schüler Plakate gestaltet und Vorträge geübt, mit welchen sie interessierten Besuchern der IGS am Tag der offenen Tür das Themengebiet ‚Biene‘ näherbrachten.

Doch das Projekt bestand nicht nur aus theoretischem Input, die Schülerinnen und Schüler haben sich auch mit der Verarbeitung von Bienenprodukten beschäftigt. Es wurden tatkräftig Kerzen aus Bienenwachs gegossen und Bienenwachstücher, eine nachhaltige Variante zur Frischhaltefolie, hergestellt und am Tag der offenen Tür im Raum und mit einem Bauchladen verkauft. Sowohl die Kerzen als auch die Bienenwachstücher waren sehr beliebt und fanden regen Anklang bei den Besucherinnen und Besuchern. Doch auch die selbst hergestellten Seedbombs waren sehr beliebt. Die Schülerinnen und Schüler haben sogenannte Samenbomben hergestellt, die in die Natur geworfen werden können, damit dort eine Bienenweide entsteht. Im kommenden Frühjahr soll an der IGS erneut eine Bienenweide gepflanzt werden, um die schuleigenen Bienen im Schaukasten der IGS, den die Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Projekts mit Informationsplakaten ausstatteten, Nahrung zu bieten. Das Projekt war im Rahmen der Projektwoche ein voller Erfolg und hat viele Schülerinnen und Schüler auf die Problematik des Bienensterbens und den notwendigen Umweltschutz aufmerksam gemacht. Auch die Lehrkräfte freuen sich bereits darauf, das Projekt mit Hilfe des Schaukastens und dem WPK Naturwissenschaften weiterzuführen. Sofern die Umstände eine Weiterführung des Projekts und eine Betreuung der Bienen ermöglichen, werden diese auf dem Schulgelände im Schaukasten einziehen. Dann sollen nicht nur die Bienen beobachtet und betreut, sondern mit Hilfe einer Jahresscheibe auch die Wetterbedingungen, die Blüte verschiedener bienenfreundlicher Pflanzen und die Aktivitäten der Bienen dokumentiert werden. Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler einen besonderen Einblick in das faszinierende Leben der Honigbiene bekommen.