Die IGS Einbeck tritt in die Stratosphäre ein

Einbeck, 15. April 2016 – Mit einem spektakulären Experiment sorgte die Projektwoche 2016 an der IGS Einbeck für Hochspannung. Neben vielen anderen Projekten einer großartigen Woche bot Herr Kowalski, Naturwissenschaftslehrer an der IGS Einbeck, das Projekt „Weltraummission“ an. Ziel war es, am Ende der Projektwoche einen mit 1700 Litern Helium befüllten Ballon in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen.

Am Freitag, den 15. April war dann die Zeit für den Countdown gekommen. Der Ballon wurde in Stellung gebracht und die am unteren Ende des Ballons befestigte Apparatur samt Kamera und GPS-Tracker sollten zusammen ihre Reise in die Stratosphäre unseres blauen Planeten antreten. Die Windstärke betrug 20 km/h und kam aus Richtung Südwest – aufregende Minuten für die Schulgemeinde, die den Start angespannt verfolgte. Würde alles klappen?

Dann war es so weit. Herr Kowalski ließ den Ballon von der Leine und rannte, wie viele Schülerinnen und Schüler, auf den ersten Metern dem Ballon hinterher. Es folgte eine kurze Schrecksekunde, denn der Ballon verfing sich in einem der Bäume auf dem Außengelände der Schule. Ein Raunen ging durch die Menge und bange Momente folgten. War die Mission gescheitert?

Nein, denn plötzlich löste sich der Ballon von der Baumkrone und stieg unaufhaltsam auf. Alle verfolgten den Flug des Ballons, bis er schließlich in der Ferne am Horizont verschwand.

Einige Stunden später gab der GPS-Tracker, der den Ballon auf seinem Flug begleitet hatte, ein Signal von sich. Herr Kowalski war alarmiert. Der Ballon war zurück auf der Erde. Es hieß: ab ins Auto und den Ballon bergen. Herr Kowalski war für jede Eventualität gerüstet. Wanderschuhe, Badehose, Seil und vieles mehr hatte er im Gepäck. Schließlich waren die Umstände der Ballonlandung noch ungewiss. Wie sich herausstellte war der Ballon bei Parey an der Elbe in Sachsen-Anhalt (Koordinaten: 52,41472 Grad Nord und 12,01800 Ost) heruntergekommen. Bedauerlicherweise aber hatte er sich in der Baumkrone einer Fichte verfangen und konnte trotz der guten Ausrüstung nicht geborgen werden. Was nun?

Einen Tag später gab es einen Hoffnungsschimmer. Herr Flemnitz, Vater eines Projektteilnehmers und passionierter Kletterer, bot sich an, gemeinsam mit Herrn Kowalski die knifflige Bergung zu wagen. Erneut fuhren sie an den Landeplatz unweit von Magdeburg. Es wurden die Klettergurte umgeschnallt, tief durchgeatmet und der Klettergang begann. Nach einiger Zeit konnte die erfolgreiche Bergung verkündet werden. Doch war das Videomaterial intakt?

Wieder zu Hause wurde dieses sofort geprüft. Vier Stunden Videomaterial des Fluges lagen vor. Ein kleiner Schritt für Herrn Kowalski, ein großer Schritt für die Schüler der IGS Einbeck. Die Kolleginnen und Kollegen, Eltern und Freunde der IGS Einbeck sind mächtig stolz, dass dieses Experiment erfolgreich war.

Video: Die IGS Einbeck tritt in die Stratosphäre ein